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Rundwanderung 81:
Eine Sieben-Täler-Tour 
ins Bitscher Land

Zum Haspelschiedter Weiher 
und nach Roppeviller

Route (22 km): Schweixer Mühle - 1 Hilster Tal - 2 Obere Höhe (Grenze) - 3 Schlangental - 4 Roppeviller Mühle im Roppeviller Tal - 5 Spirkelbachtal - 6 Pass zwischen Haspelschiedt und Roppeviller - 7 Haspelschiedt - 8 Etang de Haspelschiedt - 9 Pass zwischen Haspelschiedt und Roppeviller - 10 Hauerstal - 11 Roppeviller - 12 Weggabelung auf dem Helmut-Kohl-Wanderweg - 13 Martelbachtal -14 Wanderweg „Bach ohne Grenzen“ im Eppenbrunner Tal - Schweixer Mühle

Karte 1:25.000: "Westlicher Wasgau mit Dahn", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-403-5) (deckt nur einen Teil ab) und/oder

Karten 1: 50.000: "Elsass, Vogesen Nord", Kompass Verlag oder "Carte des Vosges du Nord", Vogesenclub (decken alles ab)


So angenehm es sein mag, sich auf Premiumwegen auf landschaftliche Höhepunkte und durchgängige Markierungen verlassen zu können, so sehr gelüstet es den ambitionierten Wanderer doch immer mal wieder, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und Neuland zu erkunden. In diesem Sinne ist diese Tour im pfälzisch-lothringischen Grenzgebiet angelegt. Den ersten Teil des Weges im klassischen Sinne schön zu nennen, wäre vermessen. Hier passt eher die Kategorie „spannend“, denn wir durchstreifen Täler, die auch vielen passionierten Pfalzwanderern unbekannt sind. Insgesamt kommen wir durch rekordverdächtige sieben Täler, sind für ein Bad im Haspelschiedter Weiher gerüstet und können uns zweimal auf die herzhafte elsässisch-lothringische Küche freuen.

Das zwischen die Höhenzüge von Hilst und Schweix eingezwängte Hilster Tal bildet den Auftakt der Tour. An der Schweixer Mühle gehen wir (aus Richtung Trulben oder Eppenbrunn kommend links der Straße) ins Hilster Tal hinein, ein südliches Seitental des Eppenbrunner Tals [Blau-Weißer Balken, bis zur Grenze an der "Oberen Höhe"]. Das dunkle, etwas unheimliche Tal bietet ein Plätscherbächlein, einige Fischweiher, üppig wuchernden Farn und auf der Schweixer Seite von Felspartien gekrönte steile Hänge. Etwas wüst ist dann der Talschluss mit dem Anstieg auf die Hilster Höhe.

Dort treffen wir auf einen Wirtschaftsweg, der als Höhenweg von Hilst zur französischen Grenze zieht. Durch freundliche Wiesen mit Kiefern- und Birkeninseln erreichen wir die „Obere Höhe“. Hier knickt der Wirtschaftsweg nach rechts Richtung Schweix ab - wir gehen allerdings geradeaus in den Wald hinein, wo es ein wenig kniffelig wird.

An der zweiten Weggabelung (ein Holzschild zeigt hier den Weg zum Dianabild an) verlassen wir den markierten Weg und wenden uns nach rechts. Kaum 50 Meter weiter, am Beginn einer kleinen Lichtung, zweigt abermals nach rechts ein fast verfallener Steig ab, der bald auf einen grasigen Forstweg trifft. So geht es hinunter ins Schlangental. Dessen düsterer Talschluss weitet sich bald zu einem jener Wiesentäler, deren früherer Charakter durch zunehmende Verbuschung bedroht ist.

An der Roppeviller Mühle, einem verlassenen Anwesen, kommen wir ins Roppeviller Tal. Hier laufen wir einige Minuten auf dem kaum befahrenen Sträßchen nach rechts talabwärts und biegen dann an einer Christusstatue nach links in das Spirkelbachtal ab (in Karten meist nicht als solches ausgewiesen!).

Das Tal weist einen völlig anderen Charakter als die bisherigen auf: sonnig-freundlich, mit ausgedehnten Viehweiden. Weit hinten im Tal wechselt der Weg die Talseite und führt bergan. Schöner ist es, auf der rechten Talseite zu bleiben, auf einem Grasweg in den Wald hineinzulaufen und dann mit einer zweiten Pfadfinder-Passage zunehmend steil zu einer abgezäunten Weide hinauf zu steigen, die rechts umgangen wird. So treffen wir auf einer „Gruenholz“ genannten waldigen Höhe auf einen Forstweg. Linkshaltend erreichen wir in einer Viertelstunde einen zwischen Haspelschiedt und Roppeviller gelegenen Pass, den wir auf dem Rückweg noch einmal kreuzen werden.

Hier dreimal nach rechts und hinunter in das Schwarzbachtal [Gelbes Kreuz]. Malerisch in den Talgrund eingebettet liegt Haspelschiedt, eine typisch lothringisch-bäurische Gemeinde, die von einer wuchtigen Kirche überragt wird. Wir gehen nicht bis zum Ortskern, sondern wenden uns gleich im Ortsteil Neudörfel nach links und kommen so in wenigen Minuten zum Haspelschiedter Weiher.

Der liegt am Randes des Bitscher Truppen-Übungsgeländes und ist zu einem großen Teil von der Armee in Beschlag genommen. Der langgestreckte Weiher ist aber doch groß genug, um auch einer Feriensiedlung, Anglern und Badegästen Platz zu bieten. Sehr hübsch auf dem Damm liegt ein Restaurant mit vielen Freisitzplätzen direkt am Ufer. Auf der benachbarten Liegewiese wiest ein Schild in zackigem Ton darauf hin, dass hier fast alles verboten ist, was Spaß macht, darunter auch das Baden. Man hält sich daran oder auch nicht.

Wer sich für den Weg nach Roppviller lieber einer sicheren Markierung anvertraut, kann auf dem Herweg wieder zum Pass zwischen Haspelschiedt und Roppeviller aufsteigen. Abwechslungsreicher ist diese Version: Am Ende des Parkplatzes neben der Liegewiese einen unmarkierten Bergpfad nehmen, an einer Weggabelung auf einem Forstweg halblinks weiter und dann auf einem breiten Sandweg rechts bergan zur Passhöhe. Hier findet man eine Markierung [Gelbes Kreuz, bis Roppeviller], geht kurz nach rechts und dann links hinunter, wo ein Sträßchen über dem Hauerstal nach Roppeviller hinunter führt. Das verschlafene, vom Durchgangsverkehr verschonte Dörfchen ist Südwestpfälzern als Schlemmerstation bekannt.

Nach der Einkehr geht es im oberen Roppeviller Tal auf dem Helmut-Kohl-Wanderweg zunächst auf Asphalt, dann wieder auf Sand Richtung Eppenbrunn. Wenige Minuten hinter der Grenze quert ein Weg, der die bekannten Altschlossfelsen mit dem Rocher de Diane verbindet (ein Abstecher dorthin bedeutet 10 Minuten Mehraufwand; siehe Info in der rechten Spalte). 

Wir gehen noch einige Minuten geradeaus weiter und kommen dann zu einer markanten Weggabelung. Hier verlassen wir den Hauptweg, laufen auf einem breiten Forstweg halblinks weiter und kommen so ins wiesenreiche Martelbachtal, das bald auf das Eppenbrunner Tal stößt. Nach links folgen wir nun dem fast ebenen Wanderweg „Bach ohne Grenzen“, passieren die Trulber Mühle und gelangen bequem zur Schweixer Mühle.


Benachbarte Wanderungen: 
Premiumweg Altschlosspfad (Anschluss zwischen Roppeviller und Martelbachtal unweit der Grenze)
Rundwanderung 1 Entlang der Altschlossfelsen (genauso)


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Ort: Hilst, Schweix (unterhalb der beiden Dörfer m Tal)

Parken: Parkplatz an der Schweixer Mühle (am Beginn des Anstiegs nach Schweix, 50 m von der Abzweigung nach Hilst)

Länge: 22 km

Anstieg: 390 Höhenmeter

Schweiß: Happig

Aussicht: Wenig

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Gaststätten am Haspelschiedter Weiher und in Roppeviller


In der näheren Umgebung:
Pirmasens (Einkaufszentrum, Dynamikum Science Center, Erlebnisbad PlubSchuhmuseum, Skulpturenpark),
Zitadelle Bitsch,  
Biosphärenhaus Fischbach,
Erzbergwerk Nothweiler,
Westwall-Museum
in Pirmasens
,
Badeweiher Schöntalweiher bei Ludwigswinkel und Saarbacher Hammer bei Fischbach,
Gebeinhaus in Schorbach bei Bitsch

Regionale Tourist-Infos:
Südwestpfalz
Stadt Pirmasens

Tourismusgemeinden:
Eppenbrunn
Fischbach
Ludwigswinkel


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Blumenwiesen bei Roppeviller

Die Kirche von Haspelschiedt

Das Diana-Bild

Das in eine senkrechte Felswand eingehauene Dianabild geht vermutlich auf einen römischen Offizier zurück, der nach einem außergewöhnlichen Weidmannserfolg der Jagdgöttin Diana seine Dankbarkeit ausdrücken wollte. Es zeigt Diana mit zwei Jagdhunden, flankiert von Mars, dem Kriegsgott und Silvanus, dem Gott des Waldes.

  
 

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