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Rundwanderung 72: Auer-
ochsenweg und Felsenmeer

Familientour an der Kalmit

Route (8 km): Wanderparkplatz St. Martiner Tal  - 1 St. Martiner Landschaftsweiher (Sandwiesenweiher) - 2 Grillhütte - 3 Auerochsenweg (Teilstück) - 4 Straßengabelung Hüttenhohl an der Totenkopfstraße - 5 Felsenmeer auf dem Hüttenberg - 6 Hüttenberg-Schutzhütte - 7 Wolselquelle - 8 Hüttenbachtal - Wanderparkplatz

Alternative: Auerochsenweg (4 km)

Karten 1:25.000: "Oberhaardt von Neustadt a.d.W.", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-402-8) oder "Edenkoben, Landau & Neustadt", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-90-4)


Nahe bei Neustadt an der Weinstraße liegt die Kalmit, der mit 672 m höchste Gipfel des Pfälzerwaldes. Wer den massigen Berg wegen der Totenkopfstraße, die sich fast bis auf den Gipfel hinaufwindet, als ein Ziel nur für Sitzbergsteiger abtut, oder wer wegen der 500-Meter-Höhendifferenz zur Rheinebene hinunter hier ein Gelände für Alpinisten vermutet, liegt daneben: Im Südwesten der Kalmit gibt es mit dem St. Martiner Landschaftsweiher ein Fleckchen wie geschaffen für einen A-La-Carte-Ferientag mit der ganzen Familie. Hier und in der nahen Umgebung findet jeder das Passende: Baden, Picknick, eine auch für Kinder geeignete Kurzwanderung mit Felskraxeleien, ein Auerochsen-Spaziergang, Barfuß-Erlebnisse, zwei Wirtshäuser und reine Luft.

Gerade mal 100 m sind es vom Wanderparkplatz zum künstlich angelegten St. Martiner Landschaftsweiher, der sich harmonisch in den weiten Talkessel zwischen Schaf-Kopf und Hütten-Berg einfügt. Am linken Ende des Weihers informiert ein üppiges Info-Schild über den Barfußpfad „Sandwiesenweiher St. Martin“. Der bietet auf einem halben Kilometer Länge 10 Erlebnis-Stationen, an denen Stadtkinder gezielt mit Splitt, Kies, Torf, Rindenmulch oder Schlamm in Berührung gebracht werden.

Wir halten uns rechts und schlendern hinüber zur bereits sichtbaren bewirtschafteten Grillhütte. Die liegt am Rande des „Beweidungsprojekts Sandwiesenweiher“, wo auf einem  eingezäunten Areal von 41 Hektar eine Herde von über zehn Auerochsen lebt (siehe Text rechts).

An der Waldgaststätte folgen wir fürs erste dem Auerochsenweg. Zunächst entlang der Weide, dann im Wald steigt der Weg sacht bergan. Nach einer Viertelstunde biegt der Auerochsenweg deutlich nach links ab; wir steigen allerdings weiter geradeaus bergauf und erreichen in wenigen Minuten eine Straßengabelung der Totenkopfstraße, die Hüttenhohl. Hier gehen wir kurz nach rechts Richtung Kalmit am Sträßchen entlang; direkt hinter der Einfahrt zum Wanderparkplatz Hüttenhohl finden wir den Beginn eines Pfades hinauf zum Felsenmeer [Weiß-Grüner Balken und örtliche Markierungen 4 und 6].

Es folgt einer jener Wurzel-und-Hutzel-Pfade, an denen die Kalmit-Region so reich ist. Nach zehn Minuten biegen wir scharf nach links ab [örtliche Markierung 4] - so lässt sich das Felsenmeer stimmig in die Route einbauen. Kiefern und üppiges Heidelbeergestrüpp prägen den weiteren Aufstieg zum Kamm des rund 600 m hohen Hütten-Berges, auf dem sich in Nord-Süd-Richtung das Felsenmeer erstreckt.

Oben treffen wir auf den Pfälzer Weinsteig, einen der drei mit Prädikatszertifikat ausgestatteten Pfälzer Fernwanderwege. Wir nehmen jedoch nicht dessen Route, die unterhalb der Felsen entlang führt, sondern gehen auf dem Kamm entlang [Weiß-Grüner Balken]. So kommen wir weitaus spektakulärer durch die treffend als Felsenmeer bezeichnete Felstrümmerlandschaft. Gleich auf den ersten plattig aufliegenden Blöcken können Kinder bestens ihrer angeborenen Kraxellust nachgehen.

Am Ende des Bergkammes, auf dem meist ein kühles Lüftchen weht - die krüppeligen Kiefern und Eichen zeugen davon - liegt auf 590 m Höhe ein kleiner Unterstand, die Hüttenberghütte. Hier lässt es sich trefflich rasten, wir schauen tief hinunter nach St. Martin und Edenkoben, in die Rheinebene und hinüber in den Kraichgau.

Für den Abstieg nehmen wird kurz den Zubringer-Weg des Pfälzer Weinsteiges [Rot-Gelbes Logo] und laufen dann auf dem Weinsteig selbst [Rot-Weißes Logo] an der Ostflanke des Hütten-Berges hinab. Dort, wo der samtweiche Pfad auf einen breiten Weg trifft, verlassen wir den Weinsteig und stolpern steil nach rechts hinunter [Schild „Wolselquelle“, Gelber Punkt, später Weißer Punkt]. Dabei achten wir darauf, nicht den offensichtlichsten Weg zu nehmen, sondern das gewundene Pfädchen links davon.

Durch Märchenwald kommen wir bald zur gefassten Wolselquelle mit ihrem ausnehmend einladenden Rastplatz. Wiederum als Kinderspaß taugt die nächste Wegpassage entlang des plätschernden Wolselbächleins, die durch einige Brückchen zusätzlichen Pfiff erhält. In Sichtweite des ehemaligen Gasthauses Wolsel an der Totenkopfstraße machen wir einen Rechtsschwenk [Schild „Rasthaus an den Fichten“] und laufen - immer noch auf feinem Geläuf - in zehn Minuten durch das Hüttenbachtal zum Wanderparkplatz. Die PWV-Hütte ist nur einen Katzensprung entfernt und bildet den runden Abschluss ereignisreicher Stunden.


Variante:
Mit Abstecher zum Kalmit-Gipfel (auf dem Hüttenberg-Kamm nicht nach rechts, sondern nach links zum Kalmit-Parkplatz und in wenigen Minuten zum Gipfel mit der Ludwigshafener Hütte des PWV, 2 km zusätzlich)


Benachbarte Wanderungen:
Pfälzer Weinsteig
Rundwanderung 52 Über die Kalmit zum Hellerhaus

Stippvisite Andere Ziele 1 Kalmit (Anschluss auf dem Gipfel)


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Ort: St. Martin (140 m)

Parken: Wanderparkplatz St. Martiner Tal unterhalb des St. Martiner Landschaftsweihers an der Totenkopfstraße zwischen Breitenstein im Elmsteiner Tal und St. Martin an der Weinstraße
(380 m)

Länge: 8 km

Anstieg: 240 Höhenmeter

Schweiß: Wenig

Aussicht: Nett

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Problemlos


Einkehr am Wege:
Grillhütte (im Sommer täglich geöffnet ab 10 Uhr), als 5-Minuten-Abstecher Rasthaus an den Fichten
PWV (Öffnungszeiten)

Felsbesteigungen:  
Felsenmeer

Gruppenführungen durch das Auerochsengelände: 
Büro für Tourismus St. Martin
(Tel. 06323/5300)


In der näheren Umgebung:
Neustadt an der Weinstraße 
(sehr schöne Innenstadt, Museen),

Deutsche Weinstraße,
Hambacher Schloss
(Maxburg),
Schloss Villa Ludwigshöhe,
Kurpfalz-Park zwischen Wachenheim und Lambrecht,
Schwimmbad Neustadt,
Rietburg,
Rietburgbahn-Sessellift bei Edenkoben

Regionale Tourist-Infos:
Neustadt an der Weinstraße
Ferienregion Edenkoben
Ferienregion Maikammer
Region Lambrecht

Tourismusgemeinden:
St. Martin
Neustadt an der Weinstraße
Edenkoben
Maikammer
Lambrecht
Elmstein


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Blick in die Rheinebene von der Hüttenberg-Schutzhütte

Durchs Felsenmeer

Der Auerochsenweg

Oberhalb des St.Martiner Weihers lebt auf einem Areal von 41 Hektar eine Herde von über zehn Auerochsen. Der Auerochsenweg, mit einem eindeutigen Logo markiert, umrundet die Weide auf
4 km Weglänge.

Das Gelände ist als Versuchsgebiet konzipiert, in dem sich durch den Verbiss der Auerochsen die bisherigen Kiefernwälder nach und nach zu einer halboffenen Parklandschaft mit einer hohen Artenvielfalt entwickeln sollen.

Die Ur-Rinder mit ihren weitgeschwungenen Hörnern sofort zu erblicken ist allerdings nicht selbstverständlich, da sie bei sommerlichen Temperaturen Schutz im Schatten des Waldes suchen. Geführte Touren in das Auerochsengebiet bietet das Tourismusbüro St. Martin an.

Der Auerochse oder Ur bewohnte einst die heimischen Wälder, ist aber seit dem 17. Jahrhundert ausgestorben. Die hier angesiedelten Tiere gehen auf eine Rückzüchtung der Gebrüder Heck zurück, die als fantasiebegabte Zoodirektoren in Berlin und Wien in den Zwanziger Jahren zu einiger Berühmtheit gelangten. Bei ihrer Rückzüchtung kam allerdings kein echter Auerochse heraus, sondern eine Wildrind-Gattung, die wegen ihrer großen Übereinstimmung mit dem Ur heute großzügig Auerochse genannt wird.

 

  
 

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