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Rundwanderung 41: 
Hohenberg und Trifels

Gipfel des Stolzes

Route (12 km): Annweiler (Feriendorf Waldbühl) - 1 Schutzhütte Am Zollstock - 2 Hohenberg-Gipfel - 3 Aussichtspunkt Schumacherfelsen - 4 Schutzhütte Am Zollstock - 5 Wanderparkplatz Ahlmühle - 6 Ruine Scharfenberg (Münz)  - 7 Jungturm/Münzfels/Kiefernfels - 8 Ruine Anebos  - 9 Parkplatz an den Schlossäckern - 10 Trifels - 11 Parkplatz an den Schlossäckern - Annweiler (Feriendorf Waldbühl)

Karten 1:25.000: "Östl. Wasgau mit Bad Bergzabern", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-404-2) oder "Hauenstein & Trifelsland", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-88-1)


Das pfälzische Geschichtsbewusstsein konzentriert sich auf zwei Plätze: Das Hambacher Schloss bei Neustadt als Ort des demokratischen Aufbruchs von 1832 und die Burg Trifels bei Annweiler - Sitz der Staufer, Aufbewahrungsort der Reichskleinodien, Lieblingsburg von Kaiser Barbarossa,  Gefängnis für Richard Löwenherz. Diese vollständig erhaltene Burg mit ihren Trabanten Anebos und Münz ist unser heutiges, touristisch natürlich voll erschlossenes Ziel. Um zumindest  auf einem Teil des Weges abseits vom Rummel zu bleiben, steigen wir zunächst auf den Hohenberg. Dieser mächtige, aus der Rheinebene gesehen dominante Klotz an der Eingangspforte des Queichtals ist alleine der Aussicht wegen schon ein Muss für ambitionierte Pfalzwanderer.

Einige Meter hinter der an der Waldgrenze unterhalb des Trifels gelegenen Feriensiedlung Waldbühl zweigt bergwärts ein Wohnsträßchen ab; hier beginnen wir unsere Hohenberg-Besteigung. In fast gerader Linie und moderat ansteigend führt ein breiter Weg [Blau-Weißer Balken, bis Schutzhütte Am Zollstock] durch Wiesen und Kastanienwald (hier verläuft auch der "Pälzer Keschdeweg") zur Wegspinne Am Zollstock (334 m, mit Schutzhütte), die auf einem Sattel zwischen Hohenberg und Föhrlenberg liegt.

Der Schlussanstieg auf den Hohenberg verläuft durchaus schweißtreibend durch dessen Südflanke, auf einem Pfad, der zum traditionsreichen "Armbanduhren-Weg" gehört [Schwarzer Punkt auf Weißem Balken in Richtung Albersweiler, bis zum Abstieg vom Gipfel]. Auf dem Hohenberg (552 m) steht ein aus Steinblöcken pyramidenförmig aufgeschichtetes Aussichtstürmchen, welches allerdings verfallen ist; der Wiederaufbau ist in Planung (Stand: Oktober 2016).

Auf dem Weiterweg über den Gipfelkamm nach Westen passieren wir zunächst eine neu angelegte Startschneise für Gleitschirmflieger, dann eine Schutzhütte. Höhepunkt des Hohenberg-Gipfels ist ein hervorragender Aussichtspunkt, der Schumacherfelsen. Über Trifels-Anebos-Münz schauen wir weit in den Wasgau hinein, auch nach Süden und Norden ist der Blick völlig frei. Wegen seiner exponierten Lage wurde der Fels, wie zwei gewagte hölzerne Absprungrampen zeigen, auch zum Paragliding genutzt.

Hinunter zur Wegspinne Am Zollstock nehmen wir die Westseite des Hohenberges; dazu steigen wir zunächst auf einem nordwärts führenden Pfad ab, überschreiten einen Forstweg und finden uns nach einer Links-Spitzkehre auf einem breiteren Weg wieder. An einer auffälligen Rechtskurve nehmen wir einen Pfad [Lokalmarkierung Nr. 15], der zügig die Wegspinne Am Zollstock ansteuert. Die nächste Viertelstunde verläuft auf einem weitgehend ebenen Weg westwärts Richtung Trifels [wieder "Armbanduhren-Weg"].

Am Wanderparkplatz Ahlmühle (360 m) an der Trifelsstraße, einem der wichtigsten Wegknoten im Trifelsgebiet, wechseln wir auf die andere Straßenseite, um auf der Südseite der Bergkuppe, auf dem die Burgruine Scharfenberg steht (auch Münz genannt), die Überschreitung des Annweilerer Burgentrios Münz-Anebos-Trifels in Angriff zu nehmen [zunächst Rot-Weißes Logo des Pfälzer Weinsteiges]. Der Pfad wendet sich bald scharf nach rechts. Auf dem steilen Schlussanstieg halten wir uns dann an die Markierung des Annweiler Burgenweges [Grünes Logo, bis Trifels].

Die Burgruine Scharfenberg (488 m) wird trotz (oder wegen) der Nähe zum Trifels recht selten besucht. Als Reichsburg neben dem Trifels im 11. Jahrhundert erbaut, diente sie als Münzstätte und wurde dann wie so viele Pfälzer Burgen während des Bauernkriegs 1525 zerstört. Erhalten sind ein 20 m hoher, nicht zugänglicher Bergfried, Teile der Ringmauer und der Burggraben.

Jetzt bleiben wir zunächst absteigend immer am Grat (ohne Markierung), kommen so an Münzfels und Jungturm vorbei, zwei spektakulären Kletterfelsen mit bis zu 36 Meter hohen, nach Osten teilweise überhängenden Wandfluchten. Im Aufstieg zur Burgruine Anebos passieren wir noch den Kiefernfels (mit exquisiter Ruhebank). Die Ruine Anebos (481 m) wurde vermutlich bereits Ende des 13. Jahrhunderts aufgegeben, also nur etwa ein Jahrhundert lang genutzt. Entsprechend karg die Überreste: Andeutungen der Ringmauer, eine Felskammer und einige Balkenlöcher sind die letzten Zeugen des Rittergeschlechts derer von Anebos.

Auf der Ostseite des spitzkegeligen Berges steigen wir  dann zum Parkplatz an den Schlossäckern im Sattel zwischen Anebos und Trifels ab, wo der ruhigere Teil der Wanderung endet (Restaurant! Busse! Souvenirs!). Der Aufstieg zum Trifels geht noch einmal heftig in die Waden - verlaufen kann man sich hier allerdings nicht.

Der Trifels (494 m, eintrittspflichtig), von den Saliern errichtet und von den Staufern zur Reichsburg ausgebaut, war die Lieblingsburg des Kaisers Barbarossa und Schatzkammer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Reichskleinodien (Kaiserkrone, Reichskreuz und Schwert), die höchsten Symbole des Reiches sind heute hier als Nachbildungen ausgestellt. Von der historischen Perspektive zur der des Wanderers: Wir stehen 310 m über Annweiler auf einem 50 Meter hohen dreifach gespaltenen Felsen (deshalb Tri-fels) und genießen ein Panorama, das demjenigen des Hohenberges in nichts nachsteht.

Hinunter nach Annweiler steigen wir wieder zum Parkplatz an den Scklossäckern ab. Halblinks haltend finden wir den Abstiegspfad nach Annweiler [zunächst Rot-Weißes Logo des Pfälzer Weinsteiges]. Ein Forstweg wird überquert, bei der nächsten Weggabelung verlassen wir den Weinsteig und laufen [ohne Markierung] immer rechtshaltend an der Ostflanke des Berges hinunter. So stoßen wir bald auf den Weg, der uns noch vom Beginn der Tour in Erinnerung ist. Noch fünfzig Meter nach links und wir haben den Ausgangspunkt erreicht.


Variante 1: 
Mit Föhrlenberg-Überschreitung (für ausdauernde Geher sehr lohnend). Nach
der Hohenberg-Besteigung ab Schutzhütte am Zollstock südostwärts Richtung Neukastell-Leinsweiler. An der Wegspinne Hexentanzplatz beginnt der Aufstiegspfad zum Föhrlenberg (533 m), Abstieg auf der Westflanke hinunter zum Wanderparkplatz Ahlmühle.

Variante 2: 
Ohne Scharfenberg (Münz) und Anebos. Ab Wanderparkplatz Ahlmühle fast
eben östlich oder - schöner - westlich unter den Burgen vorbei zum Trifels.

Benachbarte Wanderungen:
Premiumweg Annweilerer Burgenweg (Anschluss am Parkplatz Schlossäcker)
Rundwanderung 38
Madenburg und Slevogthof (Anschluss am Wanderparkplatz Ahlmühle)
Rundwanderung 45 Auf den königlichen Rehberg (vom Trifels westlich unter Anebos und Münz entlang der Trifelsstraße zum Rehberg-Parkplatz)
Stippvisite Burg 10 Trifels
Stippvisite Burg 26 Anebos
Stippvisite Burg 30 Scharfenberg (Münz)
Stippvisite Felsen 38 Asselstein (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)
Stippvisite Turm 2 Rehbergturm (Start eine halbe Stunde vom Wanderparkplatz Ahlmühle)


© www.wanderportal-pfalz.de 2006 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im August 2012

Ort: Annweiler (175 m)

Parken: Feriendorf Waldbühl (von Queichhambach nach Annweiler kommend am ersten Kreisverkehr links in den Burgenring und hoch bis zum Fuß des Trifels, 245 m)

Länge: 12 km

Anstieg: 630 Höhenmeter

Schweiß: Brutal

Aussicht: Einmalig

Abgeschiedenheit: Gering

Orientierung: Meist einfach


Einkehr am Wege:
Gaststätte am Parkplatz
an den Schlossäckern, Burgschenke auf dem
Trifels

Felsbesteigungen: Hohenberg-Fels

Burgen am Wege: 
Trifels, Anebos, Scharfenberg (Münz)


In der näheren Umgebung:
Freischwimmbad Annweiler, 
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße
Schuhmuseum Hauenstein,
Museum unterm Trifels in Annweiler

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland
Südliche Weinstraße
Ferienregion Landau-Land

Tourismusgemeinden:
Annweiler
Birkweiler
Eschbach

Leinsweiler

Albersweiler
Queichhambach

Sonstiges:
Öffnungszeiten Trifels


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Burgruine Scharfenberg

Trifels vom Hohenberg

  
 

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