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Rundwanderung 43: 
Auf Umwegen zum 
Annweiler Forsthaus

Keine Angst vor Pässen!

Route (20,5 km): Wilgartswiesen - 1 Queichtal - 2 Wilgartaburg - 3 Sattel Zur Wolfsgrube -  4 Freischbachtal - 5 Wanderparkplatz im Wellbachtal  - 6 Schutzhütte - 7 Kirschfels-Aussichtstribüne - 8 Annweiler Forsthaus - 9 Kaltenbachtal  - 10 Modenbachtal - 11 Passübergang - 12 Freischbachtal - 13 Sattel Wolfsgrube - Wilgartswiesen

Karte 1:25.000: "Vom Johanniskreuz bis Pirmasens", LVermGeo (ISBN 978-3-89637-401-1) oder "Hauenstein und Trifelsland", Pietruska-Verlag (ISBN 978-3-934895-88-1)

Das Annweiler Forsthaus ist z.Zt. nicht bewirtschaftet! (Stand Januar 2017)


Die Berge zwischen Queichtal und Johanniskreuz sind eine der menschenleersten Gegenden Deutschlands. Nur zwei kleine Ansiedlungen, der Hermersbergerhof und Hofstätten, unterbrechen die ausgedehnten Mischwälder. Unser Weg macht einige ungewöhnliche Schlenker - der Kontraste halber. Der Tourenvorschlag richtet sich vor allem an sportliche Wanderer, die sich auch abseits der Hauptwege zurechtfinden. 

Wir beginnen unspektakulär und nehmen in Wilgartswiesen den Talweg, der auf der nördlichen Seite des Queichtals Richtung Rinnthal führt [Queichtal-Radweg]. Nach einer halben Stunde zweigt links ein Pfad ab für unseren ersten Aufstieg [Weißes Logo der Wilgartswieser Burgentour, bis Sattel Zur Wolfsgrube]: Hinauf zur Wilgartaburg (245 m), auf der man zwar noch zahlreiche Spuren früherer Holzaufbauten ausmachen kann, aber sonst nur noch eine Felskammer und einen langen, in den Fels gehauenen Zustieg vorfindet.

Wir gehen nicht ins Tal zurück, sondern laufen auf einem Felsenpfad nordwärts bergauf und dann auf einem breiteren Waldweg am Göckelberg entlang entlang zu dem nördlich von Wilgartswiesen gelegenen Sattel Zur Wolfsgrube (280 m). Seinen Namen hat dieser von einer nahegelegenen Grube, die man einst zum Fang von Wölfen eingerichtet hatte (kurzer Abstecher dorthin).

Hier beginnt der direkte Weg zum Annweiler Forsthaus [Blau-Gelber Balken, bis Freischbachtal]. Im Freischbachtal verlassen wir die markierte Route und laufen talabwärts - das zwischen steile Berflanken eingezwängte Tal ist zu schön, um es nur zu durchqueren (siehe auch Rundwanderung 30). Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir das Wellbachtal und gehen linkshaltend durch dieses zum Wanderparkplatz im Wellbachtal (210 m), an dem die Zufahrtsstrasse zum Annweiler Forsthaus beginnt.

Sportliche Naturen können sich jetzt an dem ultrasteilen Aufstieg zur Kirschfels-Aussichtstribüne (496 m) berauschen. Seit 2016 ist der zuvor schwierig zu findende Weg durchmarkiert. Wir starten direkt am Parkplatz und steigen auf einem Pfad auf, der hoch droben in einen Weg übergeht. Eine Schutzhütte auf einer Lichtung wird passiert und nach zehn weiteren schweißtreibenden Minuten ist die Aussichtstribüne auf dem Kirschfels erreicht. 2010 wurde sie anstelle eines altersschwachen Holzturms errichtet. Die hölzerne Tribüne lädt zu einer ausgiebigen Pause mit überwältigendem 180-Grad-Panorama ein.

Über einen Langplatte genannten Höhenzug mit schönem Lärchen-, Birken- und Jungeichenbestand kommen wir [Lokale Markierung Nr. 3] ohne Anstrengung zum wunderschön auf einer weiten Lichtung gelegenen (z.Zt. aber leider nicht bewirtschafteten!) Annweiler Forsthaus (434 m). 

Damit haben wir den anspruchsvolleren Teil der Tour hinter uns. Der Rückweg nach Wilgartswiesen [Blau-Gelber Balken, bis zum Ausgangspunkt] führt durch überaus stille Wälder, quert zwei Seitentäler des Wellbachtales und verlangt uns deshalb auch zwei Passüberschreitungen ab. 

Also zunächst einige Meter auf dem Zufahrtssträßchen und dann halbrechts steil hinunter ins Kaltenbachtal (223 m), dort rechts ins Modenbachtal (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Tal von Rundwanderung 32), auf einem romantischen Pfad links hinauf zu einem nicht näher bezeichneten Passübergang (370 m) und wieder hinunter ins tief eingeschnittene wilde Freischbachtal. Dort wandern wir kurz nach rechts talaufwärts, links in ein Seitentälchen und letztlich über den Wolfsgrube genannten Sattel (280 m) nach Wilgartswiesen.


Variante 1: 
Ohne Wilgartaburg. Von Wilgartswiesen über die Wegspinne Wolfsgrube ins Freischbachtal
[
Blau-Gelber Balken] und talabwärts ins Wellbachtal.

Variante 2: 
Ohne Kirschfels. Vom Wanderparkplatz im Wellbachtal zunächst durchs Kaltenbachtal, dann halbrechts
[
Blau-Gelber Balken] aufwärts zum Annweiler Forsthaus.

Benachbarte Wanderungen: 
Rundwanderung 29 Almersberg, Taubensuhl und Annweiler Forsthaus (Anschluss am Annweiler Forsthaus oder am Wanderparkplatz im Wellbachtal)
Rundwanderung 30
Aus dem Wellbachtal zum Luitpoldturm (Anschluss am Wanderparkplatz im Wellbachtal)
Rundwanderung 34
Rauhberg, Rindsberg und Rothenberg (von  Wilgartswiesen in einer halben Stunde zum Fuß des Kleinen Rauhberges)
Naturspaziergang 25 Freischbachtal (Anschluss im Tal)
Naturspaziergang 34
Naturschutzgebiet Falkenburg-
Tiergarten

Stippvisite Burg 22 Wilgartaburg (gleicher Ausgangspunkt)
Stippvisite Turm 14 Kirschfelsturm (Start am Annweiler Forsthaus)
Stippvisite Felsen 45 Deichenwand (Start in Wilgartswiesen)


© www.wanderportal-pfalz.de 2011 - palzvisit Touristik-Service
Überarbeitet im September 2015

Ort: Wilgartswiesen (210 m)

Parken: Ortsmitte nördlich der Durchgangsstraße

Länge: 20,5 km

Anstieg: 600 Höhenmeter

Schweiß: Brutal

Aussicht: Nett (klasse vom Kirschfels) 

Abgeschiedenheit: Groß

Orientierung: Nicht ohne


Einkehr am Wege:
Keine

Turmbesteigung:
Kirschfels-Aussichtstribüne

Burgen am Wege:
Wilgartaburg


In der näheren Umgebung:
Wasgaufreibad Hauenstein Freischwimmbad Annweiler,
Burg Trifels,
Johanniskreuz (Ausflugs-
gaststätten, Motorradfahrertreff),
Haus der Nachhaltigkeit in  Johanniskreuz,
Wild- und Wanderpark Silz,
Deutsche Weinstraße,
Schuhmuseum Hauenstein

Regionale Tourist-Infos:
Trifelsland
Tourismusregion Hauenstein

Tourismusgemeinden:
Rinnthal
Wilgartswiesen
Hermersbergerhof
Hofstätten
Johanniskreuz
Annweiler

Sonstiges:
Museum unterm Trifels Annweiler


Bilder zum Vergrößern anklicken!

Wilgartaburg

Annweiler Forsthaus

  
 

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